Echte Männer machen Pilates (de)

Pilates ist nicht nur ein Trainingsprogramm für Frauen, die gerne Dehnungsübungen machen

Die Pilates-Methode wurde von einem Mann an einem männlichen Körper entwickelt. Im Laufe seines Lebens war Joseph Pilates Turner, Taucher, Bodybuilder, Zirkusartist, professioneller Boxer und Lehrer für Selbstverteidigung. Er entwickelte seine ursprünglich „Contrology“ genannte Methode, als er verwundete Soldaten behandelte und sie mit seinem Rehabilitationstraining bei der Genesung unterstützte.

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Auch Joseph Pilates selbst praktizierte seine Methode und trainierte viele Männer. Die Übungen waren zuerst sehr athletisch. Erst als er sein erstes Studio in New York City eröffnete, kamen viele verletzte Tänzer aus den in der Nähe gelegenen Tanzstudios zu ihm. So kam es, dass viele seiner ersten Schüler ehemalige Tänzer waren, die seine Übungen mit ihrer tänzerischen Bewegungssprache beeinflussten.

Heutzutage ist Pilates eine weit verbreitete Trainingsmethode für Profisportler wie Golfer, Rugbyspieler, Schwimmer, Läufer, Tennis- und Baseballspieler.

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Wie Männer von Pilates profitieren können

Pilates integriert den gesamten Körper durch die Fokussierung und Aktivierung der tiefen Bauchmuskulatur (Core-Muskulatur). Ausgehend von diesen Core-Stabilisatoren wird der Körper „von innen nach außen“ trainiert, indem die Extremitäten – Arme und Beine – mit der starken Körpermitte verbunden werden. In der Folge wird die gesamte Struktur gestärkt. Schwimmer, Radfahrer und Gewichtheber wissen darüber Bescheid und integrieren Pilates-Bewegungsgrundlagen erfolgreich in ihr Training. Denn Sie können voller Selbstbewusstsein mehr Gewicht stemmen, wenn Sie wissen, wie Sie Ihre Körpermitte aktivieren!

Die integrative Komponente von Pilates kann gerade für Männer von Nutzen sein, die ihren Körper häufig nur „Stück für Stück“ trainieren, z. B. das „Aufpumpen“ isolierter Muskelpartien der Arme, der Brust und der Beine. Oft konzentrieren sich Trainingsprogramme auf die Förderung dieser „Bewegungsmuskel“ und achten nur wenig auf die „Stabilisatoren“, welche die notwendige Stabilität für Bewegungen geben.

Die meisten Sportler wissen, dass fast alle Schmerzen und Verletzungen die Folge einer muskulären Dysbalance und mangelnder Flexibilität sind. Pilates beugt Verletzungen vor, indem das muskuläre Gleichgewicht wieder hergestellt und die Flexibilität gesteigert wird.

Bei Pilates ist die Verbesserung der Körperhaltung besonders wichtig. Eine bessere Körperhaltung senkt die Häufigkeit von Rückenschmerzen, reduziert Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, erleichtert die Atmung, unterstützt die natürliche kompressionsfreie Position der inneren Organe und lässt Sie einfach gut und selbstbewusst aussehen.

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Wie Sie mit dem Pilates-Training beginnen können

Pilates ist eine gute Ergänzung für jede Sportart und kann in jeden Trainingsplan integriert werden.

Die klassische Pilates-Methode beinhaltet mehr als 500 Matten- oder geräteunterstützte Übungen, wobei modernes Pilates sich auch auf neueste Erkenntnisse aus Physiotherapie, Sport und Sportwissenschaft stützt und diese miteinbezieht.

Wenn möglich beginnen Sie mit Einzelstunden. Denn jeder Körper ist abhängig von unseren täglichen Aktivitäten, angefangen damit, wie wir in der Nacht geschlafen haben und wie wir trainieren (oder eben nicht), anders geformt. Personalisiertes Pilates-Training wendet das intelligente und bewusste Pilates-Bewegungskonzept individuell auf IHREN einzigartigen Körper an. Dies ist ganz besonders wichtig, wenn Sie Pilates praktizieren möchten, um bestimmte Verletzungen oder Haltungsprobleme zu behandeln. Dafür wird ein qualifizierter Pilates-Trainer Ihren aktuellen Zustand sowie muskuläre Dysbalancen bewerten und auf dieser Grundlage ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm erarbeiten.

Zusätzlich lernen Sie viel Praktisches über Ihren Körper und die tiefer liegenden Ebenen, wodurch die körperliche Selbstwahrnehmung und die Art, wie Sie sich durch das Leben bewegen, verbessert werden.

Danach können Sie auf Gruppen-Unterricht auf der Matte oder mit dem Reformer umsteigen. Dabei werden Sie durch eine Serie von Übungen geführt, die Ihren Rumpf durch alle Richtungen bewegen: Beugung, Streckung, seitliche Beugung und Drehung, wobei besonderes Augenmerk auf die Stabilisierung der Rumpfmuskulatur gerichtet wird. Der Widerstand der Federn des Reformers fordert zusätzlich die Arm- und Beinmuskulatur, während der Fokus gleichzeitig auf die Core-Stabilisatoren gerichtet bleibt – so können sichere und effiziente Bewegungsmuster in Ihrem Muskelgedächtnis abgespeichert werden.